Gefahr durch herabstürzende Äste an den Teichanlagen

Im Herbst letzten Jahres stürzte aus dem Nichts von einer 40 m hohen Pappel am Teich Hoppe ein 30 cm dicker Ast herab- ganz in der Nähe besetzten gerade die Gewässerwarte den Teich.
Geschockt von dem Vorfall untersuchten die Gewässer- und Jugendwarte sowie der Umweltobmann die anderen Teichanlagen und Flächen des FV Früh Auf Celle. Der Grund hierfür war, dass der Verein bei von ihm angesetzten Veranstaltungen in der "Verkehrssicherungspflicht" ist und damit haftbar. Wird er trotz Kenntnis der Gefahren nicht tätig, liegt eine strafbare Unterlassung vor. Wir mussten also tätig werden.

Zuerst wurden am Teich Hoppe mit einem Steiger alle erreichbaren trockenen oder als gefährlich angesehenen Äste abgesägt. Danach ging es weiter zu den Vereinsheimen in Langlingen und Oldau. Besonders in Oldau waren auf der Seite zur Aller hin und auf den Zufahrtswegen zahlreiche Bäume aufgewachsen, die reichlich Potential zur Gefährdung aufwiesen. In mehreren Arbeitseinsätzen wurde ehrenamtlich gefällt oder ausgeästet, jedoch war man bald am Ende der Möglichkeiten. Erst ein professioneller Einsatz mit Bagger und Radlader eines Vereinsmitglieds konnte hier die Verkehrssicherung wieder herstellen.

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Am Teich in Oldau, Einsatz eines Steigers Heim Oldau- die Seite zur Aller wird freigeschnitten
   
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Besonders problematisch erwies sich die Teichanlage Osterloh. Hier waren seit Jahrzehnten riesige Kiefern und Fichten herangewachsen, die nicht mehr so ohne weiteres zu fällen oder auszuschneiden waren. Ein erster Versuch mit einem Anbieter aus Langlingen scheiterte, da schließlich nur drei schräg stehende Kiefern, die auch allesamt in den Teich fielen, entfernt werden konnten.
Erst mithilfe der Forstgemeinschaft Oppershausen und einem dort beschäftigten Forstwirt konnte das Gefahrenpotential fachlich korrekt eingeschätzt werden. Ein Harvester und ein Rückewagen hatten dann noch mehrere Tage zu tun, um die zahlreichen Bäume zu entfernen. Auch hier fielen zahlreiche schief stehende Kiefern in den Teich, konnten aber mit einer Seilwinde geborgen werden. Das Nutzholz wurde von der Forstgemeinschaft an die Industrie und das Brennholz an interessierte Privatkunden verkauft, sodass dem Verein nach Abzug der Kosten für die Maschinen noch ein kleiner Überschuss überwiesen wurde. Die Jugendwarte werden die dort noch liegenden Zweige und Äste demnächst aufräumen und die Anlage wieder ansehnlich herrichten.

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Angefangen haben wir im Februar und fertig waren wir schließlich im September. Der Dank geht an die zahlreichen Helfer und Firmen sowie die Forstgemeinschaft Oppershausen. Ohne sie hätten wir zahlreiche Teiche oder Flächen sperren müssen.

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